Zeitungsbericht Lokalzeitung

Vergangenen Freitag besuchte uns eine Journalistin der Lokalzeitung „die Botschaft“. In ihrer heutigen Ausgabe berichteten die Zeitung folgendes:

 

Toffifee, Avis und Magma im Sänneloch

Seit letztem Samstag ist auf der Wiese ausgangs Döttingen Richtung Zurziberg eine eigene kleine Welt entstanden.

DÖTTINGEN (mbf) – Knapp 50 Kinder und Jugendliche und 20 Leitende der beiden Pfadiabteilungen Zentrum St. Gallen und Attila Teufen haben ihre Zelte für eine beziehungsweise zwei Wochen im Sänneloch aufgeschlagen. Die Abteilungen haben bewusst einen Lagerplatz im Flachland gesucht und sind auf das Zurzibiet gekommen, weil sie die Gegend nicht gross kannten.

Lagerleben

Unter dem Lagermotto «Peter Pan und Tinkerbell» werden verschiedenste Aktivitäten durchgeführt und neue Sachen gelernt. Die verschiedenen Stufen haben teilweise eigene Programme, so übten am vergangenen Freitag die Pfadis (5. bis 8. Klasse) die verschiedenen Lagertechniken, wie Blachenzeltbau, Kartenkunde und Seiltechnik. Diese Stufe erlebt dann auch noch ein spezielles Abenteuer, wenn sie zu zweit im Wald übernachten und sich selbst versorgen werden.

Bei den «Wölfli» (1. bis 4. Klasse), die nur bis gestern im Lager waren, ist das gemeinsame Erleben wichtig. Aber auch in dieser Stufe werden schon diverse Sachen geübt, so geht es beispielsweise darum Materialien kennenzulernen, aber auch ein Spiel zu erklären oder beim Schnitzen die nötige Vorsicht walten zu lassen. Damit die Kinder zeigen können, was sie erfahren haben, werden sogenannte Sternliabzeichen verteilt.

Die ältesten Lagerteilnehmenden sind die «Pios». Sie bleiben wie die Pfadis zwei Wochen im Lager, sind aber mit einer selbstorganisierten dreitägigen Reise angereist. Mit einem vorgegebenen Budget mussten sie planen und auch überlegen wo sie am besten übernachten könnten. Ihr Trip führte sie unter anderem über Bern, wo sie ein Mister X-Spiel machten, nach Döttingen. Praktischerweise konnten sie in einer leerstehenden Wohnung übernachten. Im Lager werden sie auch einen Tag organisieren und sich so auf die Leitaufgaben vorbereiten.

Lagerbauten

Neben den Zelten ziert auch ein sogenannter Sarasani den Lagerplatz. Das ist ein einmastiges «Zelt», das aus vielen verknüpften Blachen besteht. Da die Sicherheit in einem Lager sehr wichtig ist, wird dieses Aufenthaltszelt bei Wind und Regen zusammengerollt, und dann steht nur noch der umwickelte Mast auf der Wiese.

Nachdem die Zelte aufgestellt waren haben die Kinder und Jugendlichen noch Schuhgestelle, Tore, eine Wäscheleine und die Waschanlage – mit Zahnpastabar – gebaut. Um das Lagerleben richtig geniessen zu können, ist im Programm auch viel freie Zeit, dann kann gespielt, gelesen oder weitergebaut werden.

Toffifee, Avis und Magma

Das Lager im Sänneloch wird von zwei Abteilungen (Zentrum St. Gallen und Attila Teufen) gemeinsam durchgeführt. Damit sich die Kinder zu Beginn noch besser kennenlernten – schon im Vorfeld gab es gemeinsame Aktionen – wurden Namensschilder gemacht, die dann bei den Mahlzeiten auf den Tischen verteilt wurden. Da stand aber nicht etwa Emily, Moritz oder Valerie, sondern Toffifee, Scamallo und Pepita – oder eben Avis oder Magma. Denn in der Pfadi erhält man einen eigenen Namen. Dieser wird von den Leitenden passend für die Kinder ausgesucht und dann in einem Taufritual übergeben.

Dieses Ritual findet nicht bei beiden Abteilungen im gleichen Alter statt und wird unterschiedlich durchgeführt. Genau diese kleinen Unterschiede finden die Leiterinnen Lieta und Dezibel spannend und inspirierend am gemeinsamen Lager. Das nicht nur ihnen, sondern auch allen anderen Leitenden, dem Küchenteam und natürlich vor allem den Kindern und Jugendlichen viel Spass, Freude und Vergnügen bereitet – auch wenn einige Arbeit dahintersteckt.“ – Die Botschaft, 15. Juli 2024